Stille ist nicht nur das Fehlen von Geräuschen. Stille ist vielmehr die Einkehr in sich selbst Willy Meurer

Cranio sacrale Therapie

Die Cranio-Sacral-Therapie ist eine sehr sanfte Körpertherapie. In einem Raum von Stille werden mit sanften, kaum wahrnehmbaren Handbewegungen körperliche Blockaden gelöst und Selbstheilungskräfte aktiviert. Der Patient erlebt dabei eine sehr tiefe Entspannung.

Diese Heilmethode wurde anfangs des 20. Jahrhunderts von Dr. William G. Sutherland entwickelt. Durch den amerikanischen Arzt Dr. John Upledger wurde sie weltweit bekannt. Ihren Namen hat sie von der lateinischen Bezeichnung Cranium für Schädel und Sacrum für Kreuzbein. Zwischen Schädel und Kreuzbein fließt in den Hirn- und Rückenmarkshäuten, ähnlich wie Ebbe und Flut, die Hirnflüssigkeit. Dieser Fluss löst eine sehr zarte Bewegung aus, die sich im ganzen Körper ausbreitet. In seiner Forschung stellte Sutherland fest, dass der Ursprung, der die rhythmische Bewegung verursacht, eine besondere Kraft ist. Diese Kraft nannte er Primäratmung oder auch Lebensatem. Dieser Lebensatem ist im ganzen Körper wahrnehmbar. Er ist direkt mit an der Regulation der gesamten Körperfunktionen beteiligt. Treten Beschwerden auf, ist dieser Rhythmus gestört. Durch geschulte Wahrnehmung kann ich das Ungleichgewicht erspüren und mit sanften, kaum wahrnehmbaren Handbewegungen wieder in Einklang mit dem Körper bringen. Der Patient erlebt dabei eine sehr tiefe Entspannung, in welcher seine Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Dadurch können sich Blockaden lösen, die Blutzirkulation und die Beweglichkeit kann sich verbessern und Schmerzen können gelindert werden und manchmal auch ganz verschwinden.

Die Behandlung erfolgt in einem Raum absoluter Stille und Ruhe. Der Patient liegt vollständig bekleidet auf einer bequemen Behandlungsliege. Nach einem fünfzehnminütigen Vorgespräch erfolgt über 60 Minuten die Behandlung. Weitere 15 Minuten verbleiben dem Patienten zum Nachruhen und Auswerten der Empfindungen.

Wie viele Behandlungen notwendig sind, hängt von den individuellen Beschwerden ab. Als Faustregel kann man sagen, je akuter ein Zustand ist, umso häufiger sollte behandelt werden. Bei chronischen Erkrankungen, die schon über längere Zeit bestehen, können die Abstände länger sein. So liegt die Behandlungshäufigkeit zwischen 1‑2‑mal wöchentlich oder einmal im Monat.

Indikationsmöglichkeiten:

Asthma, Atembeschwerden, Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Depressionen, Erschöpfungszustände, Hormonstörungen, Hörstörungen (z.B. Tinnitus), Hyperaktivität, Konzentrations-oder Lernschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Migräne, motorische und sensorische Störungen, Schlafstörungen, Schock, Unfälle, Krämpfe, Stress, Verdauungsprobleme, Zahn- und Kieferprobleme, Zähneknirschen usw.